Reiseleitung »Seelenkonzil«

19.10.08 - Zürich (CH)

20.10.2008 01:41 von sternblume (Kommentare: 2)

Nach einer Nacht auf dem Fußboden eines Thuner Hotels (jawohl ihr habt richtig gehört, auf dem Fußboden, so kann's halt auch kommen, wenn man kein eigenes Hotelzimmer hat, dagegen war das Sofa bei Needfullthinxx ja Luxus) trafen wir uns mit Shy und Barbara zum Frühstücken. Na ja beziehungsweise Henke und t.omate haben gebruncht und wir Frauen haben uns mit einem Getränk begnügt. Schnell von den beiden anderen verabschiedet und auf nach Zürich.

Ohne Unterbrechung fuhren wir auch fast bis dorthin durch, allerdings nicht ohne einen kleinen

Umweg einzulegen. Wir fuhren über kleine, kurvige Bergstrassen bis dorthin raus, wo man nur noch das Rauschen eines Baches hörte und sich um uns herum nur noch Natur erstreckte. Dort versteckt hinter einem sich mysteriös von selber öffnenden Tor fanden wir ein kleines Hexenhaus. Schon als wir auf den Hof fuhren, sahen wir eine leicht konfus wirkende Claudia (rotten-art.com), die, wie wir übrigens auch mal wieder, von Henkes "Zeitplanungskünsten" leicht aus dem Konzept gebracht war. Wie so oft berichtete uns der gute Mann nämlich erst am frühen Morgen von diesem und jenem Termin, der unbedingt in den Tagesplan mit eingebaut werden musste. Aus diesem Grund wurde es nur ein recht kurzer Besuch, der sich allerdings sehr gelohnt hat, da wir den leckersten Apfelkuchen seit langem vorgesetzt bekamen. Dieser kam noch warm mit frisch gepflückten Äpfeln belegt aus dem Ofen direkt auf die Teller. Mit Claudia und ihren zwei Hunden zusammen fuhren wir dann weiter nach Zürich. Es war sicher ein lustiges Bild für alle, die in unser Auto geschaut haben, wie t.omate auf der Rückbank saß und einen großen weißen Hund auf

dem Schoss hatte (dumme Idee übrigens, weil: weißer Hund = weiße Hundehaare ---> weiße Hundehaare + schwarze Kleidung = blöder Fehler). Schnell Henke und Tomate am Hotel abgesetzt, einchecken lassen und dann den Henke dort alleine zurück gelassen (der Mann muss ja auch mal wieder lernen, ohne mich und t.omate klarzukommen, wie soll das denn sonst nach der Lesetour werden ).

Nach ca. drei Stunden wollten wir uns alle an der Location treffen und oh Wunder man höre und staune, das hat sogar geklappt und alle standen pünktlich vor dem Dynamo. Rein in den Laden und festgestellt, dass man für einen Merchandisestand sogar noch weniger Platz haben kann, als dies in Karlsruhe der Fall war. Aber Tomate und ich sind ja fexibel und glücklicherweise beide nicht grade fett, so dass wir in die ca. 20 cm Raum hinter unserem Tisch gepasst haben. Um sieben Uhr war dann Einlass und bis zu Beginn der Lesung war der Raum auch gut gefüllt. Grade noch in letzter Minute trafen Shy und Barbara ein (haben die beiden Frauen nichts zu tun? Kein zu Hause? Oder ist das Fernsehen wirklich so schlecht?). Ja selbst die weite Fahrt bis Zürich konnte unser mittlerweile schon als Stammduo zu bezeichnendes Zweierteam nicht davon abhalten, auch dieser Lesung noch beizuwohnen.

Beim Murmelspielen zeigte sich Herr Henke heute besonders mutig und trat gleich gegen drei Gäste an. Da zwei von ihnen sich schon früh aus dem Rennen spielten, galt es jedoch am Ende wieder nur gegen einen zu gewinnen. Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken, Oswald hat wie immer, äääh seltsamerweise, natürlich nur auf Grund der schiefen Bühne, verloren... Der Gewinner musste diesmal drei Cocktails trinken, trat einen aber an eine junge Dame ab.

Zum ersten mal auf dieser Tour performte Oswald "lebend lohnt es" und „Fleischschuld“.

Bei Kopfstimme, was Oswald auf dem Tisch kniend und äusserst emotinal darbrachte, bekam wohl so mancher im Raum eine Gänsehaut und auch bei "lebend..." war die ergriffene Stimmung im Publikum spürbar. Da dies an diesem Abend häufiger der Fall war, bekam der "Seifenblasenbeauftragte" mehrfach die Gelegenheit, seinen Job auszuführen.

Wichtige Fakten zu dieser Lesung: Schon wieder keine Emos anwesend, niemand ist minderjährig und Schweizer sterben aus. Fast alle anwesenden Mütter waren nämlich Bundesdeutsche.

Nach der Lesung heißt es wieder Auto laden, Oswald und t.omate ins Hotel bringen und mich zu einer Freundin. Morgen ist Offday, da passiert nichts.

Ach übrigens: Wenn jemand Oswald beim Gruftiyoga sehen möchte – kommt zu einer Lesung.

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Kommentar von Barbara | 21.10.2008

Ja, das Fernsehen _ist_ schlecht. Aber ob wir sonst nichts zu tun hätten ist eine äußerst berechtigte Frage. Nachdem ich um 3 aus Zürich kam, um um 6 meinen Sohn zu wecken, musste ich entgeistert feststellen, dass der sich in wenigen Tagen himmelhoch angesammelte Berg Schmutzwäsche durch paralysiertes Anstarren nicht ansatzweise zusammenschrumpfte... auch der halbe Sandkasten auf dem Fußboden wich meinem bösen Blick nicht aus, und sich die Hochschulunterlagen unters Kopfkissen zu legen hat ja bekanntlich noch nie den Lernprozess wesentlich unterstützt.

Trotzdem.
;-)

Es hat sich gelohnt all diese Dinge mal schleifen zu lassen und wäre ich keine Gotin wäre ich sicherlich schon grün vor Neid auf Shy, die in diesem Moment aller Wahrscheinlichkeit nach wieder mit euch rumhängt. So aber bleibe ich schwarz und bleich und hoffe, dass sie all die lieben Grüße ausrichtet, die ich ihr mit auf den Weg gab. Eine gute Zeit euch allen!

Kommentar von Lily White | 17.11.2008

schade schade schade, dass ich nur einmal die gelegenheit hatte einer lesung von O.H. beizuwohnen ... ja wirklich bedauernswert.

an dieser stelle jedoch noch eine feststellung und anmerkung: warum muss eigentlich die (neben O.H.) wichtigste person - nämlich die fahrerin - auf dem fußboden schlafen bzw. sich irgendwo einen schlafplatz suchen???

des rätsels lösung wird mich schon noch ereilen.

in diesem sinne - wieder einmal ein toller bericht mit schönen eindrücken.